Von Königen und Feuern

Erstes Daniel-Lied.

In des königs Angesicht / starre ich
Erwidere den ernsten Blick / und atme nicht
seine Lippen reden: Du Narr, ich will dein Leben
Doch bis zum Himmel und zurück
erschallen seine Lügen
Es fällt mein Blick auf die Verrücktheit / seines werks
vor dem ich mich soll biegen, wenn nicht / unter Schmerz
Und mein Magen spürt den Stich / eindringlich
sein Echo waltet unterstickt / noch schont er mich

Ich hör die Harfen heulen; seh Menschen, wie die Bäume
gefällt auf ihre Knie.
gefällt ist mein Entschluss bereits, hier stehe ich
und dieses Lied, nun glüht sein Zorn, gefällt ihm nicht
Eine ruhige Stimme spricht: „Ofen, Licht!“
Der hohn glaubt mich schon eingeknickt: / „Wer rettet dich?“
Und die Leute reden: Du Narr, er wollt‘ dein Leben
Doch will ich’s ihm nicht geben / und habe lieber keins.

Den wächtern ist’s Vergnügen / mich tuschelnd zu begleiten
sie, die sich selbst betrügen / und lassen sich verleiten
zu blindem götzendienst.
„So geh doch auf die Knie!“ – Nein, glaubt ihr Menschen nie
den Glauben zu bezwingen
mich werdet ihr nicht bringen
zu eurem falschen Spiel.

Es brennen Augenpaare / wie Flammen am Altare
Den Blick zum Himmel, unverrückt
Geb ich mich hin dem Wahren.

 

 

 

Gross- und Kleinschreibung bewusst (nicht) angepasst

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