Abraham, halt!

„Abraham, halt!“, will zuweilen mein Ohr von Dir hören,
„Dies ist nicht die Zeit, der Moment, doch dein Glaube, er zählt.“ Erzählt aber nicht genau das, was ich, wartend, verschweige?
„Ich habe bezahlt.“ Und doch rechne ich,
rechne zusammen,
berechne, was aussteht,
ergründe, was fehlt — zu welchem Preis?
Was redet, wenn ich, rechnend, schweig?
Auch im Warten liegt Antwort, und im Fragen liegt Furcht, und die Tage
vergehen, und nichts kann ich tun. Und ich wart‘ mit dem Opfer
das vielleicht keines ist, weil nicht wahrlich bereit, wenn das „Abraham, halt!“
dennoch schweigt.

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